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Adsorption von hydrierten Protonen an der Luft‐Wasser‐Grenzfläche durch Orientierung

Shavkat MamatkulovCenter of Higher Technologies 100174 Tashkent UzbekistanChristoph AllolioFachbereich Physik Freie Universität Berlin 14195 Berlin DeutschlandRoland R. NetzFachbereich Physik Freie Universität Berlin 14195 Berlin DeutschlandDouwe Jan BonthuisFachbereich Physik Freie Universität Berlin 14195 Berlin Deutschland
Angewandte Chemiejournal2017de
ABI

Abstract

Abstract Die Oberflächenspannung der Wasser‐Luft‐Grenzfläche steigt bei Zugabe von anorganischen Salzen, entsprechend einer Verarmung von Ionen. Hingegen verursachen die meisten Säuren eine Verringerung der Oberflächenspannung, was einen Überschuss von hydrierten Protonen an der Oberfläche anzeigt. Zusammen mit der scheinbar negativen Ladung der Grenzfläche zwischen Luft und reinem Wasser, die aus elektrokinetischen Experimenten folgt, führte diese experimentelle Beobachtung zu heftigen Diskussionen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. Hier bestimmen wir die Oberflächenspannung und Affinität der Ionen zur Oberfläche aus klassischen, thermodynamisch konsistenten Molekulardynamiksimulationen. Die Oberflächenspannungen der Lösungen mit NaOH, HCl und NaCl stimmen quantitativ bemerkenswert gut mit experimentell gemessenen Werten überein. Von den untersuchten Ionen wird nur H 3 O + an der Luft‐Wasser‐Grenzfläche adsorbiert. Die Adsorption lässt sich durch den tiefen Potentialtopf erklären, der durch die Ausrichtung des H 3 O + ‐Dipols im elektrischen Feld der Grenzfläche entsteht, was wir mit Ab‐initio‐Simulationen bestätigen.

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