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Kunst des Gehens. Taktiken im Ort des Automobils

Sören GrothKreuzungJakob Hebsaker. Einleitung Tagtäglich strömen tausende Studierende und Angestellte von der nächst-liegenden U-Bahnstation zum innerstädtischen Campus der Universität Frankfurt am Main. Dabei wird die Zufahrtsstraße einer großenLucas PohlTaktiken im Ort des Automobils
2017de
ABI

Abstract

Die Straße als Transit- und Abstellraum für Automobile ist kein Naturgesetz. Mit Michel de Certeau lässt sie sich als historisches Produkt einer Strategie verstehen, die sich in einem immerwährenden Konflikt durchsetzt. Ziel dieses Beitrags ist es, die Straße als Ort des Automobils zu denaturalisieren, um das konflikthafte Spannungsverhältnis zwischen den als rezessiv antizipierten Bewegungen des Zufußgehens und jenen dominanten automobilen Bewegungen sichtbar zu machen. Mithilfe einer interventionistischen Flächenprojektion von Fußwegen – einem selbstgemalten Zebrastreifen aus Kreide – wird anhand eines Fallbeispiels aus Frankfurt am Main aufgezeigt, wie sich die alltäglich konflikthafte Aushandlung von Straßenräumen durch Planung materialisieren und somit in die Konzeption von Straße integrieren lässt.

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