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Zur Kenntnis der Eisencarbonylchalkogenide

W. HieberMünchen, Anorganisch-chemisches Laboratorium der Technischen HochschuleJonathan GruberMünchen, Anorganisch-chemisches Laboratorium der Technischen Hochschule
1958de
ABI

Abstract

Abstract Eisencarbonylchalkogenide, wie sie früher bei der Hochdrucksynthese von Eisenpentacarbonyl bei Anwesenheit von Schwefel oder Selen beobachtet wurden, lassen sich besonders vorteilhaft durch Reaktion von schwefliger, seleniger oder telluriger Säure mit einer wäßrig‐alkalischen Lösung von Tetracarbonylferrat darstellen. Es handelt sich um diamagnetische, relativ beständige und tieffarbige, hydrophobe Trieisen‐enneacarbonyl‐dichalkogenide entspr. Fe 3 X 2 (CO) 9 (X = S, Se, Te); die frühere, hiervon abweichende Formulierung ist zu revidieren. Quantitative Untersuchungen ergeben für die Entstehung der Verbindungen folgenden Reaktionsverlauf: . Bei der entsprechenden Umsetzung der mehrkernigen Carbonylferrate [Fe 2 (CO) 8 ] 2− und [Fe 3 (CO) 11 ] 2− bildet sich neben den Eisencarbonylchalkogeniden auch Eisentetracarbonyl. Bringt man Tetracarbonylferrat mit Polysulfid zur Reaktion, so entsteht zweikerniges Dieisen‐hexacarbonyl‐disulfid, Fe 2 S 2 (CO) 6 , das sich von den genannten Verbindungen durch leichte Sublimierbarkeit, hellere Farbe sowie größere Löslichkeit in organischen Mitteln unterscheidet. Auf Grund der IR‐Spektren der Verbindungen werden Strukturfragen diskutiert.

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